Blogbeitrag N°2
Medienkonsum bei Kindern
Wie wirkt er sich auf die Sprachentwicklung aus?
1. Die Sprachentwicklung von Kindern – ein natürlicher Prozess
Kinder lernen Sprache von Anfang an durch Nachahmung und Austausch. Schon als Babys nehmen sie Geräusche und Töne auf und beginnen, diese nachzuahmen. Im Laufe der Zeit entwickeln sie durch Gespräche mit Eltern, Geschwistern und Freunden ihre sprachlichen Fähigkeiten. Besonders im Vorschulalter ist es entscheidend, dass Kinder im direkten Austausch stehen, um Satzstrukturen und Aussprache zu üben. So können sie spielerisch ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickeln.
Im Internet gibt es unzählige ausführliche Beiträge zur kindlichen Sprachentwicklung, beispielsweise hier.
2. Warum verbringen Kinder viel Zeit vor dem Fernseher?
3. Der Einfluss von Medienkonsum auf die Sprachentwicklung
4. Schnelle Bilder und das kindliche Gehirn
5. Was ist eine gute Balance?
- Bildschirmzeiten begrenzen: Besonders im Vorschulalter sollten Kinder maximal eine Stunde pro Tag vor dem Bildschirm verbringen.
- Echte Gespräche fördern: Gemeinsames Lesen, Singen und Spielen sind großartige Alternativen, um das Sprachverständnis und die Kommunikation aktiv zu fördern.
- Mit den Kindern gemeinsam Medien nutzen: Begleitet eure Kinder beim Fernsehen oder Spielen und sprecht über das Gesehene – das regt die Sprachentwicklung an.
6. Wie kann Logopädie bei übermäßigem Fernsehkonsum helfen?
Eltern wissen oft nicht Bescheid darüber, dass übermäßiger Medienkonsum die Sprachentwicklung ihres Kindes negativ beeinflussen kann. Wenn Eltern bemerken, dass ihr Kind Schwierigkeiten mit der Sprache hat – sei es beim Satzbau, der Aussprache oder dem Verstehen von Zusammenhängen – kann eine logopädische Therapie helfen. Logopäd*innen arbeiten gezielt an den sprachlichen Fähigkeiten der Kinder und helfen ihnen, durch spielerische Übungen und gezielte Förderung Defizite auszugleichen. Besonders nach einer Phase mit übermäßigem Medienkonsum kann dies wichtig sein, um die natürlichen sprachlichen Fähigkeiten wieder in den Fokus zu rücken. Das ist selbstverständlich kein Ausgleich zu einem gesunden verbalen Verhältnis innerhalb der Familie. In der Logopädie ist auch das Gespräch mit den Eltern bezüglich des Medienkonsums des Kindes ein wichtiges Tool.
7. Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte
- Seid Vorbilder: Kinder lernen am meisten durch Nachahmung. Sprecht viel mit euren Kindern, erzählt Geschichten und fragt sie nach ihren Erlebnissen.
- Setzt klare Regeln: Legt fest, wie viel und wann Medien konsumiert werden dürfen. Besonders vor dem Schlafengehen sollten Bildschirme tabu sein.
- Fördert den Austausch: Nutzt jede Gelegenheit für Gespräche. Beim Essen, Spielen oder Spazierengehen gibt es immer etwas zu besprechen!
- Setzt auf Vielfalt: Bietet euren Kindern verschiedene Möglichkeiten zur Beschäftigung – Bücher, Puzzles, draußen spielen – das alles fördert ihre sprachliche und geistige Entwicklung.
8. Fazit
Quellen
2. Diehl, J., & Krüger, S. (2021). Auswirkungen von Bildschirmzeit auf die kindliche Sprachentwicklung. Zeitschrift für Pädiatrie.
3. Koch, M., & Wiegand, R. (2022). Medien und Sprache: Wie Medienkonsum das Sprechenlernen beeinflusst. Fachblatt Logopädie.
4. Neumann, T. (2023). Digitale Medien und ihre Effekte auf Sprach- und Sprechfähigkeiten. Logopädische Praxis.
5. Weitz, B. (2023). Frühkindliche Sprachentwicklung und der Einfluss von Medien. Pädagogik und Sprache





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